Johannstädter Advent 2017

Brotbacken für alle!

Nachbarschaftlicher Backtreff | Johannstädter Advent | 15.12.17

Im ganzen Stadtteil duftete es ...

... denn wie bereits im letzten Jahr, luden wir an diesem Freitagnachmittag alle Johannstädterinnen und Johannstädter sowie alle Freunde der Johannstadt zum gemeinsamen Brotbacken ins Global Spicy in der Pfotenhauerstraße 59 ein.

Alle waren gespannt, denn das Vorhaben sollte so einiges bereit halten. Neben dem Kennenlernen netter Nachbarinnen und Nachbarn erfuhr man deren Lieblingsrezepte und wir zeigten, wie man in unter 10 Minuten einen leckeren Brotteig herstellen kann.

Wir regten zum Träumen an und sprachen darüber, was für uns alle "Nachbarschaft" bedeutet und was sie lebendig macht. So kamen Jung und Alt miteinander ins Gespräch.

Am Ende teilten wir das leckere frische Brot und wer wollte, konnte etwas mit nach Hause nehmen, um es dort noch mit anderen zu teilen.

Adventskalender Johannstadt

One thought on “Johannstädter Advent 2017

  1. Artikel: GEMEINSAM STATT EINSAM

    ich bin glücklicherweise seid kurzer Zeit Projektmitglied „Kornkreise Dresden“ und im Team „BewusstSinn e.V.
    Am 15.12.2017 war es für mich dann endlich soweit, auch das erstemal bei einem Brotback-Event dabei zu sein.

    Unter dem Motto“Brot backen für Alle“trafen wir uns im internationalen Familienrestaurant „Global Spicy“ in Dresden Johannstadt,wo wir den Raum gemeinsam verwandelten in eine kleine Nachbarschaftsbäckerei.
    Es war wichtig , die Tische so zusammenzustellen das jeder noch Platz hat und sich frei entfalten kann.Aber vorallem GEMEINSAM backen und kommunizieren und träumen konnten über eine liebevolle ,gemeinsame,respektierende,offene,verwandelbare Nachbarschaft.

    Der Raum zum backen sollte natürlich einladend und gemütlich sein,dass sich jeder wohl fühlt und das man spürt das wir mit Liebe backen und dies auch übermitteln wollen.
    Deshalb stellten wir viele Kerzen auf und schmückten mit frischen Kiefernzweigen den Raum. Die Tische mussten natürlich frei bleiben,denn die brauchten wir zum ausbreiten unseres „Krümeltheaters“. Aber zur Vorbereitung erhellten wir die holzfarbenden Tische mit einer Schneelandschaft aus feinsten,reinsten Mehl(später dazu etwas mehr).
    Für mich war das auch alles relativ neu und ich war wirklich aufgeregt wie der Nachmittag verläuft.
    Wir waren fertig mit der Vorbereitung und warteten gespannt auf die Brotbackgäste. Vorallem ist man aufgeregt,weil man nie weiss wieviel Gäste kommen und ob der Platz reicht, denn jeder kann kommen und ist herzlich eingeladen gemeinsam sich auszutauschen und zu backen.
    es war 14.30 Uhr und die ersten kamen zur Tür rein,wir begrüßten sie herzlich zu unserem Brotback-Event im Global Spicy.Wir baten die Gäste sich hinzusetzen an unsere verschneiten, mehlbedeckten Tische.
    Für mich sah das sehr einladend und freundlich aus und fühlte mich wohl und hoffe die Gäste auch.
    so jetzt waren fast alle Tische belegt und wir konnten beginnen!

    Mein Teamkollege Philipp erzählte die Philosophie unseres Brotback-Events, wo es darum geht einen Raum zu schaffen, die Kreativität bei Jung und Alt zu fördern,so wie die Anregung eines interkulturellen Dialogs.
    Um Verständnis und Emphathie zu entwickeln verschiedener Kulturen,Nationen,müssen wir Menschen uns kennenlernen. Das braucht von Zeit zu Zeit einen konkreten Anlass, und welcher Anlass wäre geeigneter, als das gemeinsame Backen von Brot?!

    jetzt kamen wir zum Anfang des Spiels Krümelthater.Gemeinsam wird sich ein Thema ausgedacht,es kann alles sein,von Tugenden wie Großzügigkeit und Liebe,bis hin zu sozialer Ungleichheit,Materialismus…
    Wir hatten ein Thema allerdings diesmal vorgegeben und das Thema war: wie stellt ihr euch eine gemeinsame Nachbarschaft vor? alle waren sich einig und es konnte losgehen.Jeder nahm sich ein Strohhalm(Gerste,Roggen,Hafer oder Weizen) in die Hand und jder zeichnete seine individuellen Träume einer gemeinschaftlichen Vision,in das schneeweiße,unberührte Mehl.

    ich habe zwar schon öfter mal gezeichnet, aber ins Mehl noch nie. Ich fand es so schön und spannend wie alle vertieft waren, und ein liebevolle Stille am Tisch herschte.Ich beobachtete jeden Einzelnen und es war toll anzusehen,wie jeder in Gedanken schwelgte und zeichnete. Ich hatte das Gefühl,das jeder sofort wusste bzw.eine genaue Vorstellung hatte von einer gemeinsamen Nachbarschaft.Es dauerte nämlich nicht lange und die schönen Visionen waren auf die Mehlwinterlandschaft gezaubert.Ich stand auf und kuckte mir jede Zeichnung von nahe an und war so begeistert wie schön und voller Leidenschaft alle gezeichnet haben.Für mich ein sehr schönes Glücksgefühl.
    Dann durfte jeder Teilnehmer erzählen was und warum er das Bild gezeichnet hat,was seine Vision von einer lebendigen Nachbarschaft ist. Und alle anderen Erzähler knüpften mit ihrer Zeichnung an und es entstand eine wundervolle Geschichte.
    Somit lernt man auch,die anfangs einzelnen Ideen zu respektieren und miteinander zu verbinden, sodass sie nun eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Vision bilden können. Genau das hat man gespürt und ich war begeistert von den Vorstellungen jedes Einzelnen.

    Und jetzt ging es zum Teig herstellen fürs Brotbacken.
    Alle Utensilien die man zum Backen braucht wurden auf den Tisch gestellt und die Teilnhemer wurden in Teams eingeteilt, somit konnte man sich schonmal beschnubbern.
    Ich war mit meinem Teamkollegen Enrico von „Kornkreise“ in einem Team.Zum Glück,denn bei mir ist das ewig her,das ich selbst Brot gebacken habe bzw, Teig hergestellt habe. Wir füllten Mehl in eine Schüssel und gaben Wasser hinzu.
    Jetzt kam mein großer Moment…alles mit der Hand zu vermengen. Es war sehr klebrig und fühlte sich komisch an,na zum Glück hatte ich Enrico der mir erklärte,dass zu wenig Mehl drin ist und so schütteten wir gemeinsam das Mehl hinzu und der Teig wurde fester und fester, ich war glücklich, denn es war ein schönes Gefühl, als der Teig fest wurde.
    Das war für mich ein Moment,wo ich merkte,das man nur Gemeinsam was schaffen kann und voneinander lernen kann. Wäre ich angenommen alleine gewesen ohne das Wissen das der Teig nur zum Teig wird mit mehr Mehl, hätte ich vielleicht
    aufgegeben und hätte nie wieder Teig zubereitet. Wer weiß….,obwohl ich es wahrscheinlich wieder probiert hätte,aber jeder Mensch ist anders und nicht jeder hat den Mut weiterzumachen.Das Spiel soll genau das bewirken,dass man gemeinsam so viel schaffen und verwirklichen kann und Berge versetzen kann.

    Und da fällt mir eine Mutter mit ihrem Kind ein, die neben uns den Teig herstellten, dass das Kind nicht kneten wollte und ein komischen Gefühl dabei hatte. Ich bin dann zu der Mutter und wollte gemeinsam mit dem Kind den Teig zubereiten,aber leider mussten sie gleich wieder los und wir konnten somit nicht in die Tiefe gehen,was aber unsere Intension war und ist.

    Zurück zum Teig,jetzt gaben wir noch weitere Zutaten dazu um den Teig fertigzustellen,alles was das Herz begehrt stand auf dem Tisch(Zucker,Salz,Hefe,Gewürze,Kräuter,Honig,Rosinen,Nüsse…usw.)
    Jeder durfte den Teig kneten,einmal ich ,einmal Enrico. Jeder soll auch mal einzeln arbeiten,das sich keiner ausgeschlossen fühlt.
    Jetzt wurde gemeinsam die Teigkugel geknetet,Einer mit einer Hand auf der rechten Seite und Einer mit der annderen Hand auf der anderen Seite.
    Jeder Teilnehmer hat sein eigenes Tempo und das ist der Grund, warum es uns oft so schwer fällt miteinander zu kommunizieren und den anderen gegenüber tolerant zu sein.
    eine gute Übung zu akzeptieren und respektieren, dass wir alle unterschiedlich sind, und dass jeder sein eigenes Tempo hat.

    Jetzt ist der Teig bei allen fertig und jeder konnte sich frei entfalten und eine eigene Form ausdenken, wie das Brot aussehen soll.
    Fast jeder machte verscheidene Formen( Herzen,Nicolausschuhe,Brezeln,Tiere usw.).
    Wahnsinn wie kreativ die Teilnehmer waren. Ein tolles Gefühl anzuschauen und wie glücklich alle waren sich entfalten zu können.

    So jetzt ab in den brotalen Backofen mit den schönen Teiglingen und wir waren alle sehr gespannt.

    Jetzt hatten wir Zeit uns alle wieder an den Tisch zu setzen und in uns zu gehen.
    Jeder sah zufrieden und glücklich aus,das machte mich auch glücklich.
    und nun durfte jeder Einzelne erzählen wie in der Realität seine Nachbarschaft abläuft und wie er das empfindet.

    Fast jeder hatte eine andere Art wie gemeinsam die Nachbarschaft funktioniert und was sie ausmacht.
    Alle hörten gespannt zu und ich fand es total schön, wie doch schon jeder eine harmonische Nachbarschaft hat und pflegt.Toll!
    Und umsomehr dies verstehen und Leben , umso friedlicher und freundlicher und toleranter wird ein Stadtteil,trozu unterschiedlicher Kulturen,denn gerade dies macht es lebendig und vielseitiger .

    Jetzt wollte jeder wissen, wielange denn das Brot im Ofen noch dauerte,aber es war noch nicht fertig.
    Wir dürfen beim Brotbacken nichts überstürzen,sonst wird es nichts.Im Leben ist es ähnlich, wir müssen lernen zu entschleunigen, unabhängig davon, wie viel wir zu tun haben, und unsdie Zeit nehmen, im Stillen darüber nachzudenken, zu reflektieren, was die wirklich wichten Dinge im Leben sind.

    Und nun war auch das Brot fertig.Alle waren aufgeregt, wie die Teiglinge aufgegangen sind und wie sie aussahen.
    Die Spannung steigte und Torsten mein Teamkollege brachte mit Strahlendem Gesicht die Bleche auf unsere Kreativ-Tische.
    Alle machten große Augen und waren stolz und glücklich wie toll alle Brote aussahen.

    Und endlich konnten die leeren Mägen gefüllt werden und wir durften kosten.

    Die Regal allerdings war,dass jeder Teilnehmer zuerst alle anderen vom eigenen Brot kosten lies.
    Somit war jeder offen für neues Brot,neuen Geschmack und die Andersartigkeit jedes Brotes und jeder Kultur, denn jeder hat in sein Brot andere Zutaten reingebracht, wie ihm beliebt war und das machte es so interessant und spannend.
    somit habe ich viele neue Rezepte für mein Brot mitnehemen können und bin erstaunt wie vielseitig so ein Brot sein und schmecken kann.

    Jeder durfte natürlich das Brot mit nach Hause nehmen und stolz darauf sein und es in Ruhe weiter zugenießen und vielleicht auch mit dem Nachbarn zu teilen.
    So habe ich es gemacht,ich habe meinen Nachbarn ein Stück Brot mitgebracht und erzählte von dem Event und sie waren begeistert das es sowas gibt in Dresden.und hoffe sie sind beim nächsten Brotback-Event dabei am 20.01.2018 im „Global Spicy“

    Ein wunderbarer Nachmittag neigt sich dem Ende zu, und bin begeistert,wie man mit einem Konzept wie BROT BACKEN gemeinsam viel erreichen kann.
    Brot kommt nahezu in jeder Kultur dieser Welt vor und die Zubereitung des Brotbackens ist eine inklusive Methode, welche uns helfen kann, uns über menschliche,politische,religöse,kulturelle und sogar sprachliche Unterschiede hinweg, miteinander zu verbinden.

    Ich habe auch eine gute Bekanntschaft im „Global Spicy“ mit Ahu Sirin (Geschäftsführerin) gemacht, wir haben privat jetzt auch Kontakt, und ich war im Restaurant mal essen und sie zu besuchen,obwohl ich in einem ganz anderen Stadtteil lebe, aber genau das macht es aus.

    Dieses Event bringt alle weiter und vorallem zusammen.
    mein Motto: GEMEINSAM STATT EINSAM !!!

    Brotale knusprige Grüße eure Mandy vom Team „Kornkreise Dresden“

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