Waldkinder e.V.

Krümeltheater mit den Waldkindern

@ Waldkinder e.V. | 31.05.2017

Wann kommen Kinder ins Staunen?

Und wie kommt eigentlich ein AHA-Effekt zu Stande? Diese Fragen stellen wir uns vor jedem Event neu. So auch beim Gemeinschaftsbacken mit den Kindern vom Waldkindergarten in der Dresdner Heide am Mittwoch, dem 31. Mai 2017.

18 Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren hatten ihre Erzieher und Pädagogen mitgebracht und waren in den großzügigen Gemeinschaftsraum des Projektes „Wir sind Paten“ zum Stephanienplatz in Dresden gekommen. Sie wollten lernen, wie man Brot backt und natürlich eine Menge Spaß haben.

So bot es sich an, gemeinsam „Krümeltheater“ zu spielen, das wohl leckerste Lernspiel der Welt. Die Sprösslinge zeichneten zuerst ihre Träume ins Mehl und berichteten sich gegenseitig darüber. Lustige Brotmarionetten sollten dem großen Bild, welches entstanden war, Leben einhauchen. Doch dafür fehlte noch der Teig.

Die Kinder machten sich also ans Werk und mischten verschiedene Mehlsorten mit Salz, Wasser und Hefe. Daneben unterhielten sie sich über ihre Vorstellungen eines glücklichen Lebens und entdeckten die Analogien zum gemeinschaftlichen Brotbackprozess sowie zu den einzelnen Zutaten.

Ein ganz besonderer Moment war die gemeinsame Knetkette um den ganzen Tisch, bei der sich alle Kinder durch den Teig miteinander verbinden. Als es kaum gelang, sich wieder von einander zu lösen, war der Spaß natürlich riesig groß.

Darauf folgte dann die kreative Phase, in der die Kinder ihre Teigfiguren formten und schmückten. Menschen, Tiere, Bäume, Sonnen, Brote und vieles mehr sollten später bei der Aufführung des Krümeltheaters dienlich sein, um die gemeinsame Vision lebendig zu machen.

Dann ging es ans Backen und so, wie die Teiglinge im Ofen, wurden auch die Kinderaugen immer größer. „Hmmm, jetzt duftet es schon ganz lecker“, und alle übten sich in Geduld bis die Brote endlich fertig waren.

Voller Stolz auf ihre Resultate, hätten die frisch gebackenen Bäcker ohne Grenzen am liebsten gleich reingebissen, doch es folgte eine letzte Aufgabe. Nachdem sie ihr kleines Theaterstück aufgeführt hatten, waren sie eingeladen, zuerst alle Anderen vom eigenen Brötchen probieren zu lassen, bevor sie es selbst essen. Nach kurzem Überlegen waren fast alle bereit zu teilen und schnell wurde ihnen bewusst, wie satt sie bereits waren, bevor sie ihr eigenes Brot überhaupt gekostet hatten. Letztlich strahlten die Gesichter und niemand musste hungrig nach Hause gehen.

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